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THW Viersen nimmt am Symposium "ZMZ in Viersen - Heimatschutz in Zeiten terroristischer Bedrohungen" teil - 24.04.2017

Auf Einladung des Deutschen Bundeswehrverbandes (DBwV) stellte das Technische Hilfswerk Viersen im Rahmen der Sicherheitspolitischen Vortragsreihe - Thema "ZMZ- Zivil Militärische Zusammenarbeit / Heimatschutz in Zeiten Terroristischer Bedrohungen" - seine Strukturen und Einsatzmöglichkeiten vor.
Bericht/Foto von Robert Neber, THW Viersen / Kameradschaft ERH Niederrhein des Deutschen Bundeswehrverbandes (DBwV)

Heimatschutz in Zeiten terroristischer Bedrohungen

(Niederrhein) Auf Einladung der Kameradschaft ERH Niederrhein des Deutschen Bundeswehrverbandes (DBwV) haben Mitglieder der KEHR Niederrhein ein aktuelles Symposium in Viersen-Süchteln besucht.
In Grußworten des städtischen Beigeordneten und Stadtkämmerers Norbert Dahmen, zuständig u.a. für Sicherheit und Ordnung, damit auch für die Feuerwehr, also die Örtliche Gefahrenabwehr, sowie des Ratsherrn Dr. Frank a Campo (zugleich auch FDP-Landtagskandidat) wurde die Aktualität des Themas bestätigt, wobei beide sich besonders bei den ehrenamtlichen Kräften der Reservisten, THW-, Rotkreuzhelfer und Feuerwehrhelfern für deren stetigen Einsatz in der Vergangenheit und für die Zukunft bedankten.
Christiane Vieth wurde als stv. Kreisbereitschaftsleiterin des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) besonders begrüßt.
Unter Moderation des KERH-Vorsitzenden Niederrhein, Hauptmann der Reserve Jürgen Barthel, referierten der stv. Leiter des Bundeswehr-Landeskommandos NRW und Chef des Stabes, Oberst Martin Braterschofsky sowie der stv. Leiter des Kreisverbindungskommandos Kreis Viersen, Oberstleutnant der Reserve Jörg Albrecht über die aktuelle Aufstellung der militärischen Komponenten im Land NRW, im Reg.-Bez. Düsseldorf und gezielt im und für den Kreis Viersen. Fähigkeiten wurden dargestellt, erläutert, aber auch ein Mangel und weiterer Bedarf wurde kritisch festgestellt, nachdem interessierte Zuhörer energisch nachfragten. Dennoch wurde das Hilfeleistungssystem der Bundeswehr als effizient und kompetent dargestellt, wobei ständige Übung und gerade die Zusammenarbeit Bundeswehr einschließlich der Reservisten mit den Behörden und Dienststellen, vorrangig mit der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW), den Feuerwehren und den Hilfsorganisationen (ASB, DLRG, DRK, JUH, MHD) allen Beteiligten hilft und nutzt, den Auftrag zu erfüllen, mit Notsituation fertig zu werden, diese positiv zu meistern. Oberst Braterschofsky lobte die Zusammenarbeit auch gezielt für den Kreis Viersen mit den Beteiligten und nannte Beispiele der Vergangenheit. Oberstleutnant d.R. Albrecht wies auf den „Dienstsitz“ des Kreisverbindungskommandos (KVK) in der Kreisleitstelle Viersen hin und zeigte Beispiele der Zusammenarbeit mit den Beteiligten im Kreis Viersen auf.
Die Bundesanstalt THW stellte dann die Gliederung des THW vor, referiert durch einen hauptamtlichen Mitarbeiter der Geschäftsstelle Mönchengladbach (Geschäftsführerbereich), Herrn David Hochstrat.
Dieser stellte vorab heraus, daß die Hauptarbeit des THW durch Ehrenamtler geleistet würde, beim THW wären nur ca. 1 % hauptamtliche Mitarbeiter und 99 % ehrenamtliche Kräfte. Er zeigte die Hauptaufgabenbereiche des THW auf, die "vier" Säulen. Im Kreis Viersen befinden sich drei ehrenamtlich geführte Dienststellen des THW, stellte der Kreis- und Ortsbeauftragte Bernd Büttgenbach fest, der zusammen mit dem THW-Beauftragten für Öffentlichkeitsarbeit, Wolfgang Ditzen, die Fortführung der Vorstellung des THW im Kreis Viersen und auch für die Stadt Viersen und weitere Bereiche übernahm.
Bernd Büttgenbach lobte das Engagement der über 100 ehrenamtlichen Kräfte des THW Ortsverbandes Viersen, ohne die manch sicherheitsrelevante "Lage" nicht zu händeln gewesen wäre. Er nannte die Zusammenarbeit mit dem KVK der Bundeswehr, mit den Feuerwehr-Loschzügen und den Kräften der Hilfsorganisationen, wies auf gemeinsame Übungen hin und wünschte sich diese auch für die Zukunft.
Wolfgang Ditzen zeigte Zahlen und Beispiele und bezog sich auch auf Unterstützungsleistungen bei Bombenfunden; manche Bombe sei unspektakulär geborgen worden, aber die Erinnerung an die not-gesprengte "Viersener" Bombe zwischen Haupt- und Gartenstraße wäre gerade ein Beispiel für gute Zusammenarbeit im Team der Beteiligten vor und nach der Sprengung. Anhand dieses Beispiels wurde dann noch das mögliche Einsatzspektrum des THW dargestellt, wenn die Situation "schlimmer" verlaufen wäre. Ähnlich wie bei einem Terror-Anschlag. Wolfgang Ditzen verwies auch auf die positive Einbringung von Leistungen der Helfervereinigung, die durch ihre gemeinnützige Tätigkeit noch mehr "Hilfe für Helfer" ermögliche, spezifische Materialien anschaffe, für die der Bund kein Geld bereitstellen könne. Und: Motivierte Helfer würden immer gesucht.
Viele Fragen wurden gestellt, Antworten diskutiert. Neben den Reservisten und Ehemaligen des DBwV war der Reservistenverband (VdRBw) durch mehrere Reservisten vorrangig der Reservistenkameradschaft Mönchengladbach vertreten. Die Besucher klatschten Beifall, als ein Lob für alle ehrenamtlichen Kräfte aus den Zuschauerreihen gerufen wurde. Beigeordneter Dahmen und Dr. a Campo dankten für das ehrenamtliche Engagement aller Kräfte.
Ein interessanter Abend musste aufgrund fortgeschrittener Zeit quasi zwangsweise beendet werden, denn das Interesse der Besucher war offenkundig und erfreute auch die Vortragenden. Hauptmann d.R. Jürgen Barthel, dankte allen Referenten und den Beteiligten für die rege Teilnahme.

Berich und Foto: Robert Neber

Abdruck honorarfrei unter Namensnennung gestattet

Sinngemäße Kürzungen gestattet
Belegexemplar erbeten



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